Masterplan SACHSENTAKT 21 - Qualittsoffensive fr den Bahnverkehr in Sachsen
Sie sind hier: Termine

Eintrag

Fachgespräch "Güterverkehr auf der Schiene stärken – Alternativen zum Ausbau der Autobahn A4"
Zeit: Montag, 19. März 2018 16:00 - 18:30 Uhr
: Sächsischer Landtag, Saal A 400, Bernhard-von-Lindenau-Platz 1, 01067 Dresden

Die sächsische GRÜNE-Landtagsfraktion lädt Sie herzlich am Montag, dem 19. März ab 16 Uhr zum öffentlichen Fachgespräch

Güterverkehr auf der Schiene stärken – Alternativen zum Ausbau der Autobahn A4

Ort: Dresden, Sächsischer Landtag, Raum A 400, Bernhard-von-Lindenau-Platz 1

Fachgespräch mit:

  • Renado Kropp, Leiter Vertrieb und Fahrplan – DB Netz AG
  • Stephan Kühn, verkehrspolitischer Sprecher der GRÜNEN Bundestagsfraktion
  • Steffen Rauer, Mitglied im Bezirksvorstand der GDL Mitteldeutschland

Moderation:

  • Katja Meier, verkehrspolitische Sprecherin, GRÜNE Fraktion im Sächsischen Landtag

Auf der Autobahn A 4 östlich des Dreiecks Dresden Nord stauen sich immer häufiger Lkw aus Polen und anderen osteuropäischen Staaten. Reflexhaft ruft die CDU/ SPD Staatsregierung nach mehr Straßenbau: Eine zusätzliche Spur je Richtung soll die einzige Lösung sein und so mehr Lkw-Verkehr den Weg bahnen. Ist das eine gute Idee oder letztendlich der hilflose Versuch mit untauglichen Rezepten der Vergangenheit nur an den Symptomen herumzudoktern?

Mit immer breiteren Straßen auf den wachsenden Warenverkehr zwischen Mittel- und Osteuropa zu reagieren, ist aus GRÜNER Sicht kaum geeignet, die Herausforderungen der Zukunft zu meistern, denn die Probleme werden so nur zum nächsten Engpass verlagert. Der wachsende Lkw-Verkehr ist nicht nur ein klimapolitisches Problem auch die prekären Arbeitsverhältnisse des Transportgewerbes auf der Straße ufern damit aus.

Der boomende Handel mit den osteuropäischen Nachbarn verlangt neue Lösungsansätze. Die Zukunft des Güterfernverkehrs liegt ganz klar auf der Schiene: Große Mengen über lange Distanzen lassen sich mit den Güterbahnen schon heute sicher wie energiesparend und damit klimaschonend transportieren. Nach einer Zeit des Rückzugs des Schienengüterverkehrs gibt es jetzt durchaus Anlass zu Optimismus: 2019 geht endlich die so genannte niederschlesische Magistrale voll in Betrieb. Für den Schienengüterverkehr zwischen Deutschland und Polen und weiter in Richtung Osteuropa ist damit ein echter Quantensprung möglich. Zeitraubende Umwege oder Lokwechsel an der Grenze gehören bald der Vergangenheit an. Neben dem Grenzübergang bei Frankfurt (Oder) steht dann eine zweite elektrifizierte Hauptstrecke zwischen beiden Ländern für den Güterverkehr auf der Schiene zur Verfügung. Der stark industrialisierte Süden Polens kann von den Güterbahnen mit Zügen des Kombinierten Verkehrs direkt erreicht werden, so dass neue wirtschaftliche Angebote auf der Schiene möglich werden, mit denen Verkehr von der Straße verlagert werden kann. Wichtig ist, dass der Ausbau einer dichten und leistungsfähigen Terminal-Infrastruktur in beiden Ländern Schritt hält, damit Container und Sattelauflieger kundennah auf die Schiene umgeschlagen werden können.

Die erst kürzlich verdoppelten Umschlagkapazitäten des Terminals in Leipzig-Wahren weisen den richtigen Weg: Mehr Güterverkehr auf der Schiene braucht gezielte Investitionen in die Infrastruktur.
Auch für den Wagenladungsverkehr zwischen Deutschland und Polen ergeben sich mit der gerade laufenden Inbetriebnahme der modernisierten Zugbildungsanlage Halle-Nord neue Perspektiven. Wir wollen diskutieren:

 

  • Mehr Güter auf die Schiene – wie kann die Landespolitik das unterstützen?
  • Welches Potential hat die „niederschlesische Magistrale“ für den Schienengüterverkehr zwischen Deutschland und Osteuropa?
  • „Neue Strecke“ – neue Angebote? Was planen die Güterbahnen nach Inbetriebnahme der „niederschlesischen Magistrale“ im intermodalen Verkehr und welchen Rahmen braucht Verkehrsverlagerung?
  • Mehr Kapazität für den Kombinierten Verkehr – Welchen Beitrag kann das KV-Terminal Leipzig für die Verkehrsverlagerung leisten?
  • Güterverkehr zwischen Deutschland und Polen: Welche Infrastruktur brauchen wir für mehr Güterverkehr auf der Schiene und welche Verbesserungen sind mittelfristig zu erwarten?

Wir laden Sie herzlich zum Austausch und zur Vernetzung ein!

Anmeldung:

Bitte melden Sie sich bis zum 16. März bei uns an.

Sie erreichen uns per Fax unter 0351/ 493 48 09 oder per E-Mail: aaron.reichardt(at)slt.sachsen.de

Um Zugang in den Landtag zu bekommen, müssen Sie sich vorab anmelden und einen gültigen Ausweis mitbringen. Der Zugang erfolgt über den Haupteingang an der Devrientstraße.

Zurück
Landtagsfraktion .  Wir sind Klima .  Hochschulreform .  Mobilitt .  Landesverband