
Dokumentation des Werkstattgesprächs zur Einführung eines Mobilitätstickets
Vorträge der Referenten zum Download:
Das Mobilitätsticket für einkommensschwache Menschen (PDF, < 1 MB)
Johannes Lichdi
umwelt- und verkehrspolitischer Sprecher der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im sächsischen Landtag
Wie beurteilt der DGB die Einführung eines Mobilitätsticket in Sachsen? (PDF, < 1 MB)
Manja Sellenthin
Deutscher Gewerkschaftsbund, Bezirk Sachsen
Erste Erfahrungen mit dem Mobilitätsticket im Verkehrsverbund Berlin - Brandenburg (PDF, < 1 MB)
Horst Stammler
Bereichsleiter Tarif und Marketing Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg GmbH
Erfahrungen mit dem Senioren-Ticket "P 60" im ZVON (PDF, < 1 MB)
Dirk Benofsky
Zweckverband Verkehrsverbund Oberlausitz-Niederschlesien (ZVON), Bereich Tarif und Medien
Das Mobilitätsticket – Mobilität auch für den kleinen Geldbeutel!
Einladung zum Werkstattgespräch
Montag, 18. Mai 2009, 18:00 - 21:00 Uhr
Sächsischer Landtag, Bernhard-von-Lindenau-Platz 1
01067 Dresden, Raum A 600
Mobilität ist eine unverzichtbare Voraussetzung für soziale und kulturelle Teilhabe. Wir müssen mobil sein, um Versorgungs- und Gesundheitsdienstleistungen zu erreichen. Der Arbeitsmarkt setzt heute Flexibilität und Mobilität über weite Entfernungen voraus. Bahn und Bus sind Teil der Daseinsvorsorge. Doch gerade im ländlichen Raum werden die Angebote ausgedünnt.
Die GRÜNE-Landtagsfraktion im Sächsischen Landtag hat mit dem Masterplan „SACHSENTAKT 21“ ein Konzept für ein vernetztes, vertaktetes sowie kundenfreundliches Bahn- und Bussystem vorgelegt. Unser Ziel: „Schneller, häufiger und bequemer in jeden Ort!“ Der „SACHSENTAKT 21“ vernetzt den Fern- und Regionalverkehr sowie ein Bussystem mit alternativen Formen des öffentlichen Verkehrs wie Bürgerbussen oder Anrufsammeltaxis.
Stetig steigen die Fahrpreise. Mobilität muss aber für alle bezahlbar sein. In Sachsen erhalten derzeit fast 600.000 Menschen Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch II (Hartz IV), Grundsicherung im Alter oder Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz. Sie müssen oft Einschränkungen in ihrer Mobilität hinnehmen, weil ihnen die hierfür notwendigen finanziellen Mittel fehlen.
Ein Mobilitätsticket ist daher aus Gründen der sozialen Gerechtigkeit und Teilhabe, der effizienten Nutzung und Auslastung vorhandener Infrastruktur und aus Gründen des Klima- und Umweltschutzes unbedingt notwendig. Was in Berlin, Brandenburg und anderen Ländern möglich ist, sollte auch in Sachsen umsetzbar sein.
Im Rahmen der Haushaltsberatung hat die GRÜNE-Landtagsfraktion die Einführung eines Mobilitätstickets für Sachsen beantragt und einen Finanzierungsvorschlag vorgelegt. Die Regierungskoalition hat den Antrag abgelehnt. Wir bleiben bei unserer Forderung. Hierfür hat sich auch ein breites Bündnis von Initiativen, Gewerkschaften und Parteien formiert.
Im Rahmen des Werkstattgesprächs möchten wir über die Möglichkeiten der Einführung eines Mobilitätstickets und deren Finanzierung mit Experten aus Gewerkschaft, Verkehrsverbänden und Ihnen diskutieren.
Wir laden Sie recht herzlich ein und würden uns freuen, Sie im Sächsischen Landtag begrüßen zu dürfen.
Johannes Lichdi
umwelt- und verkehrspolitischer Sprecher der
Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Sächsischen Landtag
» Eckpunktepapier
Mobilitätsticket für einkommensschwache Menschen
(Stand: Juli 2009)
Anregung zur Ausgestaltung des Mobilitätstickets von Pro Bahn Mitteldeutschland
Publikation
Die Studie „Masterplan SACHSENTAKT 21 - Qualitätsoffensive für den Bahnverkehr in Sachsen“ (PDF, 7 MB) können Sie online herunterladen oder die Druckausgabe bei der Fraktion bestellen.



