Masterplan SACHSENTAKT 21 - Qualittsoffensive fr den Bahnverkehr in Sachsen
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"SACHSENTAKT 21" ein Masterplan für ein mobileres Sachsen

Eine Verdopplung der sächsischen Fahrgastzahlen bei Bus und Bahn in den nächsten zehn Jahren – das ist das ehrgeizige Ziel der GRÜNEN-Fraktion. Die Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Sächsischen Landtag stellt mit dem "SACHSENTAKT 21" (zusammenfassende Broschüre) dazu ein umfassendes Mobilitätskonzept für den Freistaat Sachsen vor. Mit dem SACHSENTAKT 21 (vollständige Studie) haben wir bereits 2008 ein Konzept für den öffentlichen Nahverkehr nach Schweizer und Rheinland-Pfälzer Vorbild erarbeitet und es kontinuierlich weiterentwickelt. Für die Fortschreibung konnten wir mit StadtLabor und kcw GmbH zwei fachkundige Berater gewinnen.

Kern des Konzepts ist ein sachsenweiter (perspektivisch länderübergreifender) Integrierter Taktfahrplan (ITF), bei dem nicht Einzelstrecken, sondern deren Verknüpfung mit allen anderen Verkehrsmitteln im Mittelpunkt stehen. Die Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Sächsischen Landtag hat das Ziel, eine umweltverträgliche und bezahlbare Mobilität für alle sächsischen Bürgerinnen und Bürger - gerade auch im ländlichen Raum - zu gewährleisten. Dafür sind differenzierte Angebote und flexible Bedienformen v.a. in dünner besiedelten Regionen vonnöten. Ein sachsenweit einheitlicher Tarif ergänzt daher unser Konzept.

Die Vorteile eines solchen sächsischen Bahnkonzeptes aus GRÜNER Sicht:

  • optimale, garantierte Anschlüsse für Fahrgäste
  • Bahn- und Busangebot werden leicht nachvollziehbar strukturiert und optimal vernetzt und dadurch attraktiver
  • Schienennetz-Betreiber haben Planungssicherheit im Personenverkehr
  • Investitionen in die Infrastruktur und den ÖPNV-Betrieb erfolgen in zielgerichteter, systematischer und effizienter Weise
  • Steuergelder fließen nicht in einzelne, überteuerte Großprojekte, sondern in effektive Infrastrukturausbauten mit Nutzen für das gesamte Netz

Mit dem SACHSENTAKT 21 haben wir ein Konzept für den öffentlichen Nahverkehr nach Schweizer und Rheinland-Pfälzer Vorbild erarbeitet - mit leicht zu merkenden Taktfahrplänen für Bus und Bahn im ganzen Land, gesicherten Anschlüssen in den Knotenpunkten und guten Informationsangeboten für die Fahrgäste. 

Erst vertakten, dann verknoten!

Die öffentlichen Forderungen nach einer Verbesserung des Bahnverkehrs sind oft lautstark. Dabei wird "Verbesserung" oft mit einer Beschleunigung auf einer bestimmten Strecke gleichgesetzt, auf der durch Ausbauten Fahrzeitgewinne erreicht werden sollen. Sprichwörtlich "auf der Strecke" bleiben hier jedoch diejenigen, die nicht unmittelbar an einem der Bahnhöfe wohnen, sondern auf Anschlussfahrten angewiesen sind. Was nutzt der beste Streckenausbau, wenn der Anschlusszug eben abgefahren ist? Grundgedanke des Konzeptes SACHSENTAKT 21 der GRÜNEN-Fraktion ist der Integrierte Taktfahrplan (ITF), bei dem nicht allein Einzelstrecken, sondern deren Verknüpfung mit allen anderen Verkehrsmitteln im Mittelpunkt stehen. Der Stundentakt als landesweiter Mindeststandard für alle Busse und Bahnen und sichere Anschlüsse untereinander sollen ein schnelles Vorankommen ohne lange Wartezeiten ermöglichen. Mit diesem Prinzip kommt man zu jeder Stunde an jedes Ziel im ganzen Freistaat. Der SACHSENTAKT 21 ist nutzerfreundlich: Anstatt Fahrpläne zu studieren, müssen sich Fahrgäste nur noch die immer gleiche Abfahrtsminute an ihrer Haltestelle merken. Lange Wartezeiten beim Umsteigen entfallen zukünftig. Der SACHSENTAKT 21 kann durch gezielten Netzausbau schrittweise realisiert werden. Ein verbessertes ÖPNV-Angebot durch den SACHSENTAKT 21 soll zur Unterstützung einkommensschwacher Bürgerinnen und Bürger durch ein Mobilitätsticket nach dem Vorbild Brandenburgs ergänzt werden.

Radikale Änderung der Verkehrspolitik in Sachsen notwendig!

Unsere Studie macht deutlich, dass Tarifsteigerungen und Streckenstilllegungen nicht unabwendbar sind. Wie die Schweiz oder das Bundesland Rheinland-Pfalz können wir ein landesweites ÖPNV-Netz mit leicht zu merkenden Taktfahrplänen, gesicherten Anschlüssen in den Knotenpunkten und guten Informationsangeboten für die Fahrgäste schaffen.

Dafür muss die Verkehrspolitik in Sachsen allerdings radikal geändert werden. So ist die Zusammenarbeit über die Verkehrs-Verbundgrenzen in Sachsen stark verbesserungswürdig. Auf die Agenda gehören ein sachsenweit gültiger Tarif, der nicht nur bei der Deutschen Bahn, sondern von Tür zur Tür, also auch in Bussen und Straßenbahnen gilt, ein Ende der ÖPNV-Kürzungen und eine landesweite Verkehrsplanung, die diesen Namen auch verdient.

Für einen 'Integrierten Taktfahrplan' braucht es klare Ziele und einen langen Atem. Mit jährlich 50 Mio. Euro Investitionskosten in Sachsen können binnen zehn Jahren wesentliche Voraussetzungen für einen sachsenweiten Taktfahrplan geschaffen werden. Wer den öffentlichen Verkehr stärken will, muss sich auch für eine Serviceoffensive einsetzen. Dazu gehört der Fahrkartenverkauf in Zügen der Deutschen Bahn. Bahnhöfe müssen wieder attraktiver werden.

Pünktlich, häufig und zügig – das sind die Anforderungen, die sächsische Fahrgäste an zeitgemäßen öffentlichen Verkehr stellen. Wir GRÜNEN wollen diese Kundenanforderungen mit unserem GRÜNEN Masterplan SACHSENTAKT 21 flächendeckend und auf hohem Niveau erfüllen.

 

 

Gerne schicken wir Ihnen die Broschüre oder die vollständige Studie "SACHSENTAKT21" auch postalisch zu. Wenden Sie sich hierfür bitte an:

Carsten Enders

Bernhard-von-Lindenau-Platz 1
01067 Dresden

Telefon: 0351 / 493 48 39
Telefax: 0351 / 493 48 09

carsten.enders(at)slt.sachsen.de

In folgendem Video sehen Sie anschaulich den Integralen Taktfahrplan und das Knotenprinzip, Herzstück des „Sachsentakt 21“, und weshalb unser Bahnnetz keine weiteren milliardenschweren Prestige-Betonbauten wie „Stuttgart 21“, sondern intelligentes Verknüpfen bestehender Verkehrsleistungen benötigt.

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