Masterplan SACHSENTAKT 21 - Qualittsoffensive fr den Bahnverkehr in Sachsen
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10. September 2013

Veranstaltungsbericht: „Mehr Bahn für alle! Weichen richtig stellen für den Öffentlichen Verkehr in der Oberlausitz“. Podiumsdiskussion zum GRÜNEN Masterplan SACHSENTAKT 21


Am Montag Abend hat Eva Jähnigen, verkehrspolitische Sprecherin der Landtagsfraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, zusammen mit Verfasser Fritjof Mothes vom Planungsbüro StadtLabor, Leipzig die Studie 'Masterplan SACHSENTAKT 21 - Qualitätsoffensive für den Bahnverkehr in Sachsen' der interessierten Öffentlichkeit in Bautzen vorgestellt.

Vor etwa 20 Gästen diskutierte sie den Entwurf gemeinsam mit Hans-Jürgen Pfeiffer, dem Geschäftsführer des Zweckverbandes Verkehrsverbundes Oberlausitz-Niederschlesien (ZVON) und Stephan Kühn, dem verkehrspolitischen Sprecher der GRÜNEN Bundestagsfraktion, im Haus der Sorben.

Aus Sicht des ZVON sei insbesondere die Forderung eines Fernverkehrsangebots bis Dresden unzureichend. Dies schneide die Bevölkerung im Ostsachsen vom Fernverkehr ab, so Pfeiffer. Zudem verwies er auf die Bedeutung verlässlicher Partner in den Nachbarländern Tschechien und Polen, um grenzüberschreitende ÖPNV-Angebote realisieren zu können.

Die anwesenden Bürgerinnen und Bürger aus der Region mischten sich in die Diskussion ein und schilderten die Situation aus ihrer Sicht als Fahrgäste. Unter besonderer Kritik stand dabei die Ausdünnung der ÖPNV-Angebote an den Zweckverbandsgrenzen. Als problematisch wurde ebenfalls die Tarifgrenze mitten durch den Landkreis Bautzen und die Weiterführung der Bahnangebote nach Polen und Tschechien benannt.

Eine weitere zentrale Frage war die Zukunft der Bahnhöfe in der Region. Während die Bahn AG diese veräußere, suchen engagierte Bürgerinnen und Bürger und Kommunen nach Lösungen. Da, so die einhellige Meinung aller Anwesenden, diese als Empfangsort und Umsteigepunkt für Bahnfahrende eine zentrale Bedeutung besäßen.

Die Veranstaltung resümierend stellte Eva Jähnigen fest: "Eine Verdopplung der sächsischen Fahrgastzahlen bei Bus und Bahn in den nächsten zehn Jahren sind möglich, dazu müssen die Weichen für den ÖPNV richtig gestellt werden - in Bautzen, in der Oberlausitz, im Zweckverband und bei der Staatsregierung."

Die Landtagsfraktion Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN hat die Studie 'Masterplan SACHSENTAKT 21 - Qualitätsoffensive für den Bahnverkehr in Sachsen' in Auftrag gegeben. Darin haben Gutachter der kcw GmbH und des Leipziger Planungsbüros StadtLabor die nötigen finanziellen Grundlagen und Infrastrukturmaßnahmen für einen sachsenweiten Integrierten Taktfahrplan ermittelt. Bis Ende Juli 2013 sammelt die GRÜNE-Fraktion schriftliche Hinweise, Vorschläge und Kritik am Entwurf des SACHSENTAKT 21. Diese Hinweise sollen in die endgültige Fertigstellung einfließen.

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