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4. November 2011

S-Bahnhof „Dresden Bischofsplatz“ – eine Chance für das Hechtviertel?


Podium, bestehend aus Michael Ton (Ortsbeirat, Grüne), Eva Jähnigen (Moderatorin und verkehrspolitische Sprecherin der Grünen-Landtagsfraktion) und Artur Stempel (DB AG)

Mit der offenen Fragestellung „S-Bahnhof Dresden Bischofsplatz – eine Chance für das Hechtviertel?“ lud die Grüne Landtagsfraktion zur Diskussion über Chancen und Risiken des geplanten Haltepunktes der S-Bahn S1 am Bischofsplatz ein. Rund 25 interessierte Gäste folgten am 3. November 2011 der Einladung der Landtagsabgeordneten Eva Jähnigen (Grüne) in ihr Wahlkreisbüro „Grüne Ecke“ direkt gegenüber dem vorgesehenen S-Bahnhof.

Artur Stempel, Konzernbevollmächtigter der Deutschen Bahn AG für den Freistaat Sachsen, erläuterte als geladener Podiumsgast den vorgesehenen Zeitplan für den neuen S-Bahn-Haltepunkt am Bischofsplatz. Entgegen den früheren Vereinbarungen zum Ausbau der S-Bahn-Strecke Meißen – Dresden könne der Bahnhof nicht bereits 2014, sondern erst im Frühjahr 2016 fertiggestellt werden.

Der Rechtsanwalt und Neustädter Ortsbeirat Michael Ton (Grüne) hakte als zweiter Podiumsgast an dieser Stelle ein: Die Zeit bis 2016 solle nach seinen Vorstellungen dafür genutzt werden, um den Bischofsplatz in seiner Gänze umzugestalten. Die Impulsfunktion des neuen Haltepunktes sollte genutzt werden, bis dahin die derzeit unsichere straßenräumliche Gestaltung am Bischofsplatz fußgängerfreundlich und sicherer zu gestalten. So könne auch der S-Bahnhof mit seiner Impulsfunktion für das Hechtviertel als hochfrequentierte ÖPNV-Haltestelle seine volle städtebauliche Wirkung entfalten.

Die Landeshauptstadt Dresden solle nach den Worten Tons dafür den Erwerb des Grundstückes Eschenstraße prüfen. Dieses wird derzeit noch von der DB Netz AG genutzt, was nach Einweihung des Bahnhofes 2016 nicht mehr der Fall sein wird. Weiterhin sollten die Grundstücke Hechtstraße 5 und 7 Beachtung finden: Für die gesamte Platzgestaltung und die Integration des Bahnhofes seien diese von immenser Bedeutung. Der Reklamezug „Meißner Herrenschuh“ sollte erhalten werden, dieser ist bislang Bundeseisenbahnvermögen, Teil  eines Sondervermögen des Bundes.

Die interessierten Gäste, v.a. aus dem angrenzenden Hechtviertel, forderten die stärkere Präsenz und mehr Informationen der DB AG zu diesem Bauvorhaben. Desweiteren sollten vor allem Lärmauswirkungen und andere Beeinträchtigungen beim Bau und späteren Betrieb des Bahnhofes wirkungsvoll reduziert werden. Diesem Ansinnen sagte der anwesende DB-Bevollmächtigte Stempel zu, die konkreten Bauabläufe seien derzeit noch in Planung.


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