Masterplan SACHSENTAKT 21 - Qualittsoffensive fr den Bahnverkehr in Sachsen
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21. Februar 2018

Fernverkehr auf der Mitte-Deutschland-Verbindung: Chemnitz guckt in die Röhre


Gestern gab die Verkehrsministerin des Freistaats Thüringen, Birgit Keller, bekannt, dass ab Dezember 2018 drei InterCity aus dem Rheinland über die Mitte-Deutschland-Verbindung bis ins ostthüringische Gera verkehren werden.

Dazu erklärt Stephan Kühn, verkehrspolitischer Sprecher der Grünen-Bundestagsfraktion und sächsischer Bundestagsabgeordneter:

„Thüringen hat durch beharrliche Arbeit und Geldern aus dem Landeshaushalt jetzt erreicht, wovon Sachsen immer nur redet: die Rückkehr des Fernverkehrs in eine bisher abgehängte Region. Damit kommen alle Städte entlang der thüringischen Städtekette wieder in den Genuss von Direktverbindungen ins Ruhrgebiet und Rheinland, wenn auch zunächst nur mit drei Zugpaaren täglich.

Dass die Doppelstock-IC allerdings ab Dezember in Gera enden, ist ein Rückfall in die Länderbahnzeit. Diese absurde Situation hat auch die sächsische Verkehrspolitik zu verantworten hat. Ich fordere Verkehrsminister Martin Dulig und die Oberbürgermeisterin der Stadt Chemnitz, Barbara Ludwig, auf, umgehend Verhandlungen über eine Verlängerung der IC-Verbindungen bis Chemnitz aufzunehmen.

Verkehrsminister Dulig hätte längst die Chance ergreifen müssen, mit dem seit längerem geplanten IC auf der Mitte-Deutschland-Verbindung endlich wieder umsteigefreie Verbindungen zwischen Ostthüringen und Südwestsachsen zu schaffen und auf diese Weise Chemnitz im Fernverkehr anzubinden. Sachsen muss ähnlich wie Thüringen bereit sein, dafür auch Mittel aus dem Landeshaushalt einzusetzen.“

Hintergrund: Seit Ende 2011 enden die früher nach Chemnitz und Zwickau durchgehenden Regionalexpresszüge in Glauchau. Seitdem müssen Fahrgäste zwischen der drittgrößten Stadt Thüringens und der drittgrößten Stadt Sachsens umsteigen und für die nur 60 Kilometer Luftlinie fast 90 Minuten aufbringen. Gegen die Kürzung der RE-Linie hat der damalige thüringische Verkehrsminister sogar bei der sächsischen Landesregierung protestiert und auf eine gemeinsame Lösung gedrängt.


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