Masterplan SACHSENTAKT 21 - Qualittsoffensive fr den Bahnverkehr in Sachsen
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9. Dezember 2016

Fahrplanwechsel: Durch Einstellung der DB-Nachtzüge sinkt Attraktivität der Bahnverbindung Dresden - Berlin weiter ab


Zum Fahrplanwechsel am Wochenende erklärt Stephan Kühn, sächsischer Bundestagsabgeordneter und Sprecher für Verkehrspolitik der Grünen im Bundestag:

„Am Sonntag endet bei der Deutschen Bahn mit der vollständigen Einstellung des Nachtzugverkehrs eine Ära. Die Einstellung des EuroNight zwischen Köln und Warschau bzw. Prag bleibt auch für Dresden nicht folgenlos. Neben den bisher guten Fernverbindungen ins Ruhrgebiet und Rheinland leidet darunter auch die Attraktivität der Verbindung von der Elbe an die Spree.

Reisende, die abends nach 19 Uhr von Dresden mit dem Zug nach Berlin fahren wollen, müssen künftig über Leipzig fahren. Die letzte Eurocity-Verbindung um 21:00 Uhr entfällt, weil der Eurocity nicht mehr nach Berlin, sondern künftig um 20:45 Uhr von Dresden Hauptbahnhof nach Leipzig verkehrt. Das bereits heute für eine Halbmillionenstadt nicht angemessene Bahnangebot verschlechtert sich dadurch weiter: Reisende müssen in Leipzig umsteigen, die Reisezeit verlängert sich spürbar und die Fahrpreise erhöhen sich dadurch deutlich.

Hoffnung macht die Angebotspolitik der Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB), die einen Großteil der von der DB aufgegebenen Nachtzugverbindungen fortführen. Die Österreicher zeigen uns, dass der Nachtzug nicht zum alten Eisen gehört, sondern ein wichtiges Angebot für lange Strecken ist, das Zukunftspotential hat. Die ÖBB bauen das Nachtzugnetz kontinuierlich aus und modernisieren dafür konsequent ihr rollendes Material. Bereits im Mai wurde die Beschaffung 60 neuer Schlaf- und Liegewagen beschlossen. Ich wünsche dem Nachtzugverkehr der ÖBB viel Erfolg und hoffe, dass in einem wachsenden Netz künftig auch Dresden wieder angebunden werden kann.“


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