Masterplan SACHSENTAKT 21 - Qualittsoffensive fr den Bahnverkehr in Sachsen
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4. September 2014

Elbe-Containerverkehr wurde eingestellt - Neue Perspektiven für den Fluss


Der Containerverkehr auf der Elbe von Hamburg über Magdeburg nach Riesa wurde wegen anhaltender Niedrigwasserstände im Juni eingestellt. Inzwischen hat der Betreiber der Elbe Containerlinie, die Deutsche Binnenreederei in Berlin, bestehende vertragliche Vereinbarungen mit den Elbehäfen gekündigt und will den Linienverkehr vollständig aufgeben.

Dazu erklärt Ernst Paul Dörfler vom BUND-Elbeprojekt: „Wenn selbst der Transport der relativ leichten Container auf der Elbe wegen anhaltender Niedrigwasserstände nicht mehr möglich ist, dann stellt sich die Frage zur Zukunft der Wasserstraße Elbe ganz grundsätzlich. Dem Steuerzahler ist es nicht mehr vermittelbar, jährlich viele Millionen Euro für eine Wasserstraße auszugeben, auf der kaum noch Frachtschiffe fahren.“

Iris Brunar, Sprecherin von PRO Elbe, fordert eine Neuorientierung in der Elbepolitik:

„Statt in Schotter für Buhnen und Deckwerke zu investieren, muss es jetzt darum gehen, zeitgemäße Aufgaben beherzt anzugehen. Dazu zählen neben einem nachhaltigen, ökologischen Hochwasserschutz – mehr Raum für die Elbe – vor allem Maßnahmen gegen die schädliche Sohlerosion. Diese bedroht durch die Vertiefung des Flussbettes und der nachfolgenden Austrocknung der Auen die Existenz des UNESCO-Biosphärenreservates sowie des UNESCO-Welterbes Dessau-Wörlitzer Gartenreich.“

Es müsse jetzt, so der BUND, vorrangig um die Bewahrung der natürlichen Grundlagen und um die Entwicklung des Flusstourismus an der Elbe gehen. Der stelle eine echte Wachstumsbranche dar. Das sollten auch die regierenden Landespolitiker in Sachsen-Anhalt beherzigen, statt weiter vom Elbe-Saale-Kanal und dem Ausbau der Elbe zu träumen.


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