Masterplan SACHSENTAKT 21 - Qualittsoffensive fr den Bahnverkehr in Sachsen
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7. Mai 2013

Eine GRÜNE Vision für die Reichenhainer Straße


Im Nachgang zur GRÜNEN Podiumsdiskussion zum Chemnitzer Modell hier noch einmal das Konzept der Chemnitzer GRÜNEN zur Reichenhainer Str.:


BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Chemnitz haben eine Vision für die Reichenhainer Straße formuliert. Darin heißt es:

Kern der GRÜNEN Vision für die Reichenhainer Straße ist eine Verkehrsberuhigung. Dadurch ist auf der Straße genügend Platz für die gewachsene, stadtbildprägende Allee, eine neue Stadtbahnlinie, breite Fußwege und eine Fahrbahn, die sich Autos und Radfahrer teilen. Gleichzeitig wird die Straße aufgewertet und kann sich zu einem lebendigen Zentrum des Campus und des Wohngebiets entwickeln. Ein neuer Platz mit hoher Aufenthaltsqualität zwischen Mensa und Hörsaalgebäude der TU unterstützt diesen Ansatz.

Den Uni Campus auf der Reichenhainer Straße erreicht man mit der Bahn aus dem Umland ohne Umsteigen. Das „Chemnitzer Modell“ als umweltfreundliche Alternative zur Fahrt mit dem eigenen Auto verbessert die ÖPNV-Anbindung des Uni-Campus und der umliegenden Firmen und Forschungsinstitute deutlich. Der dadurch attraktiver gewordene ÖPNV ist ein Beitrag zum Erreichen der Klimaziele der Stadt Chemnitz. Der Bau der neuen Trasse ist der Schlüssel zu einer intelligenten Umgestaltung der Flächen und Verkehrswege im Univiertel.

In der Mitte der Straße sorgt eine Platanenallee für ein urbanes Flair und ein besseres Stadtklima. Rechts von der Allee, stadteinwärts gesehen, fährt die Bahn über eine begrünte Trasse. Diese ist so weit wie möglich von den Bäumen entfernt angelegt, um den Aufwand zur Baumpfl ege und eine mögliche Schädigung der Wurzeln zu minimieren. Dafür ist reichlich Platz. Nur an einer Stelle stehen drei Häuser so nahe an der Straße, dass an dieser Stelle vielleicht vorhandene Platanen gefällt werden müssen. Neue Bäume werden dort so gepflanzt, dass die Oberleitungen der Straßenbahn nicht beeinträchtigt werden. Breite Fußwege laden zum Flanieren ein, Radfahrer und Autos teilen sich die Straßenflächen. Für den Durchgangsverkehr werden perspektivisch andere Verbindungen erweitert und verbessert.

Die Fraunhoferstraße wird bis zur Werner-Seelenbinder-Straße verlängert und dadurch sowohl für Anlieger und für Durchgangsverkehr besser nutzbar. Die Uni gewinnt eine zweite „Schauseite“, an der die Institute und neuen Unternehmen aus der zweiten Reihe heraustreten und sichtbar werden. Hier ist Raum für die Verlegung von Parkplätzen, die jetzt noch von der Reichenhainer Straße aus angefahren werden.

Auch die Durchwegung des Gebiets auf der anderen Seite der Reichenhainer Straße (Wartburgstraße, Vetterstraße, Dittestraße) wird für den Anliegerverkehr, für Radfahrer und Fußgänger verbessert. Die Reichenhainer Straße wird eine lebendige Verbindung in die City, ein Straßenraum mit hoher Aufenthaltsqualität. Der Gewinn wird besonders zwischen Mensa, neuem Hörsaalgebäude und Turmbau deutlich. Bei einer Umgestaltung entsteht hier ein platzartiger Bereich, ein echtes Zentrum des Reichenhainer Campus.

Der Autoverkehr wird mit Tempo 30 über die 1 km lange Strecke geführt und stellt nicht länger ein Hindernis bei der Überquerung der Straße dar. So wird Platz gespart: Dank des beruhigten Verkehrs sind auf diesem grünen Straßenabschnitt keine extra Fahrradstreifen oder -wege mehr nötig. Parkplätze direkt an der Straße gibt es künftig nur, wo sie etwa für Geschäfte gebraucht werden. Deshalb finden auf der neu gestalteten Reichenhainer Fußgänger, Autos und Radfahrer ebenso Platz, wie die Stadtbahn und die vorhandene Allee.

Die Bürger der Stadt, vor allem aber die Anwohner, die Studenten und die Mitarbeiter von Uni und umliegenden Firmen und Forschungsinstituten werden in die Planungen einbezogen, um einen Ausgleich zwischen verschiedenen Interessen und Sichtweisen zu fi nden.

AG Stadtentwicklung Ansprechpartner: Jörg Schuster · Mail: joerg.schuster@gruene-chemnitz.de


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