Masterplan SACHSENTAKT 21 - Qualitätsoffensive für den Bahnverkehr in Sachsen
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27. Januar 2012

CDU und FDP ignorieren bundesweite und sächsische Beispiele und erachten CarSharing nicht als sinnvoll für die Verwaltung


Die GRÜNE Fraktion sieht die Staatsregierung in der Pflicht, im Bereich vernetzter ökologischer Mobilität Vorreiter zu sein. Deshalb forderten wir in einem Antrag den Ausbau der CarSharing-Nutzung durch die Landesbehörden.

Zwar hatte sich Minister Kupfer zum Konzept des Autoteilens bekannt, allein die Taten fehlten bislang in der Verwaltung.

Staatsminister Ulbig sowie die verkehrspolitsche Sprecherin der CDU-Fraktion benannten 3 Gründe, warum sie diesem Antrag die Zustimmung verweigerten:

Die jährlich gefahrenen 800.000 Kilometer der Fahrbereitschaft seien organisatorisch schlecht über CarSharing zu organisieren, das CarSharing-Angebot im Freistaat sei besonders in den Klein- und Mittelstädten noch zu gering und der Abstand z.B. vom Dresdner Innenministerium zur nächstgelegenen CarSharing-Station sei mit 800 m zu groß. Desweiteren sei der Fuhrpark des Landes u.a. mit der Neuanschaffung von 2 BMW-Elektro-Minis ökologisch ausgerichtet.

Vermissen lassen diese Aussagen aus Sicht der verkehrspolitischen Sprecherin Eva Jähnigen, die Bereitschaft des Freistaates eine aktive Rolle zu übernehmen, CarSharing in Sachsen zu stärken:

Nun, zwei BMW-Elektro-Minis reichen nicht einmal als Feigenblatt. Zudem hat die Staatsregierung 2011 120 Fahrzeuge neugekauft, so viel wie in den letzten 5 Jahren nicht.

Ein Blick auf die Antworten zu unser Kleinen Anfrage zum CO2 Ausstoß der sächsischen Dienstwagen inkl. VW Phaeton und BMW 730 ist auch sehr ernüchternd.

Dass gerade in den Städten noch viel zu wenige CarSharing-Stellplätze an attraktiven Standorten vorhanden sind, stimmt.

Allerdings war es gerade der sächsische Verkehrsminister Morlok, der ein Modellprojekt der Stadt Dresden zur Entwidmung des öffentlichen Raumes für CarSharing-Standorte erst anderthalb Jahre verschleppt und dann verhindert hat.

Wer meint, CarSharing mit dem Hinweis auf einen zu großen Organisationaufwandes ablehnen zu müssen, dem empfehlen wir den Kontakt mit der Landesnaturschutzstiftung Sachsen, dem Statistischen Bundesamt Wiesbaden, der Stadtverwaltung Mannheim, der Stadtverwaltung Dresden oder der Hamburgischen Gesellschaft für Wirtschaftsförderung mbH (HWF). Diese profitieren seit Jahren von der flexiblen passgenauen, kostengünstigen und ökologischen Lösung von CarSharing- Angeboten.

Rede Eva Jähnigen in der Debatte

gesamte Debatte im Videoarchiv

» Kleine Anfrage Nutzung von Carsharing durch die Landesbeschäftigten (Drs 5/5865)

» Kleine Anfrage Fahrzeugkäufe Freistaat ab 2000 (Drs 5/5434)

» Kleine Anfrage Fahrzeugkäufe Freistaat 2011 (Drs 5/5864)

» Kleine Anfrage Carsharing – Morlok (Drs 5/1083)


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